Musik ist ein Heilmittel für die Seele, diese Erkenntnis ist beileibe nichts neues. Bereits in der Bibel wird beschrieben, wie David mit seinem Saitenspiel König Saul, der von einem bösen Geist geplagt war, besänftigte und letztendlich heilen konnte. Auch Plato und Aristoteles beschreiben die Heilkraft der Musik und deren Anwendung.

Musiktherapie kennt viele Ansätze und Ausprägungen. Von der  Altorientalischen Musiktherapie über die anthroposophische Musktherapie bis hin zu musiktherapeutischen Repräsentanzen unterschiedlicher Therapieschulen  (tiefenpsychologisch geprägte MT, humanistisch orientierte MT,…) gibt es so viele unterschiedliche Ansätze, wie es Anwendungsmöglichkeiten gibt.

Generell unterscheidet man nach aktiver und rezeptiver Musiktherapie. Während bei der aktiven das Erleben des eigenen musikalischen Ausdrucks im Vordergrund steht, geht es bei der rezeptiven Version darum, die Klänge zu erfahren, die man passiv auf Körper und Geist wirken lässt.

Musiktherapie ist vielseitig, sanft und achtsam. Wer seine Gefühle mit Musik auszudrücken lernt, braucht nicht zu fürchten, andere durch Worte zu verletzen und kann Emotionen “spielen”, die er sonst vielleicht nicht in Worte fassen kann. Wer die Erfahrung, sich selbst auszudrücken zum ersten mal macht, erlebt auch, wie gut es tut,  bedingungslos gewertschätzt und wahr genommen zu werden. Wer sich das Leid aus der Seele singt, erfährt die Selbstwirksamkeit, dass man durchaus etwas gegen negative Emotionen tun kann. Und wer nach einer Klangschalenmassage innere Ruhe und Ausgeglichenheit findet, stellt fest, wie sehr Klang gegen Stress wirkt.

Musiktherapie kann sowohl eigenständig aber auch sehr gut co-therapeutisch eingesetzt werden und stellt eine sinnvolle Ergänzung anderer Therapieformen dar.

Schlussendlich ist Musiktherapie auch so individuell wie jeder Mensch. Von daher ist es wichtig, die optimale Ausprägung, die passende Form und genau das richtige Instrumentarium gemeinsam auszuwählen um das in uns zum Klingen zu bringen, was vorher in Schweigen gehüllt war.